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1. Etappe: Wir lassen es gemütlich angehen

Nature.Impulse - Steine im Fluss

 Schon einige Tage sind wir jetzt mit den Hunden auf unserem 4-wöchigen Roadtrip unterwegs. Unsere ersten Stopps haben wir im Ammergebirge gemacht. Da sich auch im Alpenvorland die Hitze noch ziemlich breit macht, haben wir es ganz gemütlich angehen lassen. Einsam an der Ammer entlang wandernd konnten wir uns immer wieder ins kühle Nass stürzen und die Hunde hatten stets die Möglichkeit etwas zu trinken. Abwechslungsreich führten uns die Wege durch märchenhafte Wälder und Wiesen voller grasender Kühe. Bei den gemütlichen 15 km langen Touren – ohne allzu viele Höhemeter – konnten wir die Ruhe und Einsamkeit genießen. Das unfassbar klare und eiskalte Wasser der Ammer war eine erfrischende Abwechslung und lud förmlich zum Reinspringen ein. Auch die weiten Wiesen mit ihren großen, alten Bäumen hielten uns immer wieder fest und veranlassten uns zu einer kleinen Pause. Ebenso wagten wir auch immer wieder kleine Abstecher zu einigen Geocaches, die nicht ganz auf dem Weg lagen. Auch wenn wir stets nur kleinere Touren gemacht haben, verbrachten wir doch immer den ganzen Tag damit zu wandern und nahmen uns die Zeit ohne Hast und Eile die Landschaft und Idylle zu genießen.

 

Wir stellten fest, dass die Ammer nicht die einzige Erfrischungsquelle der Alpen darstellt. Auf unseren Touren kamen wir bis jetzt schon an einigen Quellen, Bachläufen und Wasserfällen vorbei. Allesamt schneiden sie sich – fast schon künstlerisch – durch die harten Felswände und Gesteinsschichten. Sie bringen eine kühle Brise mit sich und verleiten Einen geradezu einen tiefen Schluck daraus nehmen zu wollen. Aber auch wenn das Wasser meist weich und erfrischend wirkt, kann die starke Strömung an einigen Stellen Einem auch ganz schön zusetzten. Da wird einem schnell klar, wie dieses kühle Nass es über all die Jahrhunderte geschafft hat all die Steine und Felsen zu formen.

 

 

Nature.Impulse - Wassergedicht

 

Auch noch etwas fremd für uns ist die Freundlichkeit die man, mit jedem Wanderer dessen Weg man kreuzt, zu spüren bekommt. Sei es nur ein flüchtiges „Grüßgott“ oder ein kleiner Plausch über die bevorstehenden Ausflugsziele. Auch bei der Rast am Abend wurden wir auf den Parkplätzen oft von Reisenden, die sich ebenfalls für die Nacht ein Plätzchen zum Schlafen suchten, freundlich begrüßt und zu einem netten Gespräch verleitet. Natürlich wird man hier und dort auch immer von Autofahren, Fußgängern oder Fahrradfahren mit großen Augen bestaunt – gerade an Abenden die wir unter freiem Himmel verbracht haben konnten wir uns einigen neugierigen Blicken nicht entziehen. Da das Auto aber leider in den ersten Nächten von uns allen Vieren als definitiv zu klein und unbequem eingestuft wurde und wir zudem auch nach einigen Tagen keine Lust mehr hatten das Gepäck morgens von A nach B zu räumen um es abends wieder zurück zu bringen, wurde die Lust unter freiem Himmel zu schlafen immer größer. Mittlerweile schlafen wir fast nur noch draußen unter dem Tarp und haben somit auch wieder etwas mehr Ordnung im Auto, zumindest bis das nächste Gewitter kommt und wir doch wieder zurück in die Sardinenbüchse flüchten, denn am Sichersten fühlen wir uns immer noch dort.

 

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