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Der Alpen-Abbruch

Nature.Impulse - Korny ruht sich aus

 Nun haben wir uns von unserer letzten Wanderung ein paar Tage ausgeruht und wollten eigentlich schon wieder mit der nächsten Tour unseres Roadtrips durch die Bayerischen Alpen starten, da wurden wir vor ein erneutes Problem gestellt. Mit der letzten Wanderung hatten wir vier uns Alle etwas verschätzt. Die 30 km berghoch hatten uns mehr geschlaucht als gedacht und deshalb hatten wir ja auch die Tage Pause eingelegt. Doch anstatt dass es uns jeden Tag wieder etwas besser ging, war das Gegenteil der Fall. Wir wurden von Tag zu Tag schlapper. In der Nähe einer größeren Stadt entschieden wir uns schließlich dazu eine Apotheke aufzusuchen. Gerade Jens ging es überhaupt nicht gut und von einer Apothekerin bekam er schließlich den Rat einen Arzt aufzusuchen.

 

Nach einem ewigen Hin und Her, indem wir diskutierten, die Medikamente aus der Apotheke nicht anschlugen und es so wirkte, als hätte Jess sich ebenfalls etwas eingefangen, berieten wir uns noch einmal eingehend. Nach der Hälfte der Zeit entschieden wir, dass es keinen Sinn mehr hat weiter zu fahren. Wir brachen die Tour ab. Ohne 4 feste Wände um uns, in denen wir uns – sicher vor der Witterung – hätten erholen können oder ein Bett, in dem wir uns hätten ausruhen können, war es uns nicht möglich uns auszukurieren und neue Kräfte zu tanken, um auch die zweite Hälfte der Tour mit Spaß und Genuss durchziehen zu können. Gerade bei den vielen Unwettern war es für uns sehr schwierig Ruhe zu finden und ein trockenes Plätzchen.

 

Wieder daheim angekommen suchte Jens gleich einen Arzt auf und es stellte sich heraus, dass er sich einen viralen Infekt zugezogen hatte. Vermutlich durch Überlastung und Überanstrengung. Auch hatte Jess sich eine Erkältung eingefangen. Bei der schon wochenlang andauernden Hitzewelle und dem zusätzlichen Stress den wir beinahe jede Nacht wegen der Unwetter hatten, war das rückblickend auch nicht wirklich ein Wunder. Als wir dann auch noch von dem schlimmen Waldbrand in den Alpen erfuhren, bereuten wir es nicht mehr die Tour abgebrochen zu haben. Nun haben wir die Möglichkeit uns ausreichend zu erholen und planen bereits die nächste Tour in der nun freigewordenen Zeit – Wenngleich sie bedeutend kürzer ausfallen wird. Auch die Hunde, die das Ganze wohl vergleichsweise gut weggesteckt haben, sind wieder froh bei einem Gewitter ihre 4 Wände um sich zu haben und ruhen sich nun auch erstmal ein wenig aus.

 

Alles in allem ist unsere Tour natürlich unwahrscheinlich unglücklich verlaufen, doch wir haben das Beste daraus gezogen und beim Erholen und Träumen im Bett schon Pläne für den Roadtrip im nächsten Jahr geschmiedet. In einem Punkt waren wir uns mal wieder sofort einig: Mit einem Van wäre vieles besser! So wäre das Problem dieses Jahres bedeutend besser zu beheben gewesen – wie viele andere extreme Unannehmlichkeiten (zum Beispiel die Suche nach einem Stillen Örtchen oder der Schutz bei einem aufziehenden Gewitter) auch. Es bleib also spannend, was wir uns als Nächstes in den Kopf setzen, sobald wir wieder fit sind.

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