Müsly & Korny

Unsere Hunde auf all unseren Reisen die treusten Begleiter. Mit den Hunen sind wir auf Reisen.

Nature.Impulse - Müsly & Korny

Die beiden treusten Begleiter auf unseren Weg waren seit wir denken können Müsly & Korny. Als Cacherdogs haben sie sich vor einiger Zeit diese Namen gemacht, die nicht ihre "richtigen" sind. Wie die beiden zu den Namen gekommen sind und welche Namen sie bei uns im Alltag haben, ist aber eine andere Geschichte.

 

Müsly – das große, schwarze Monster

 

Müsly ist nun schon bald ein ganzes Jahrzehnt an Jess' Seite. Über die Hälfe dieser Zeit hat sie auch Jens mehr als nur akzeptiert. Auch wenn sie es so direkt nicht zeigt, vermisst sie ihn. Wenn er geht, schaut sie ihm hinterher und wenn er nicht da ist, lauscht sie jedem Geräusch im Treppenhaus.

 

Müsly hat vieles mit Jess durchgemacht und war Wort wörtlich immer an ihrer Seite. Nur all zu viele Dummheiten ihrer Jugend hat sie ihr immer wieder verziehen und sie nie im Stich gelassen. Müsly kam als Familienhund und ging mit Jess als Partner fürs Leben. Ihr dickes Fell hat sie mehr als nur einmal gerettet. Damit meinen wir nicht nur die drei Bissverletzungen, die sie sich unfreiwillig und absolut unschuldig die letzten Jahre zugezogen hat, auch so manche andere, unangenehme Lebensabschnitte, die sie uns zu verdanken hatte, hat sie alle schlussendlich gut überstanden.

 

Unsere schwarze Maus ist einer der Gründe für Nature.Impulse. Sie ist der Grund für einen neuen Weg in unserem Alltag, bei dem wir dem Impuls folgen wollen, der uns in die Natur treibt. Viel zu viele Jahre war Müsly viel zu lang alleine. Daheim. Und hat gewartet, dass wir wieder kommen. Ohne einen Mucks harrte sie stundenlang aus, vom Lob der Nachbarn hatte sie nie viel gehabt. Müsly wollte immer nur zu uns. An unsere Seite. Und nie mehr weg. Da sie nicht jagen oder streunern geht, war sie für uns schon immer der Inbegriff eines treuen Partners, eines Begleiters fürs Leben, der einfach Wort wörtlich an unserer Seite ist. Das Reisen und Trekking in unserem Vanlife soll ihr nun auch auf ihre alten Tage noch viel Freude bereiten und uns die Chance geben jeden Tag aufs Neue ihr  zu beweisen, dass auch wir  treue Begleiter an ihrer  Seite sein können.

 

Korny – das zuckersüße Schlitzohr

 

Dann gibt es seit ein paar Jahren den kleinen Korny. Er ist so etwas wie Müsly's kleiner Bruder. Tatsächlich war er auch als genau das gedacht. Man kann davon halten was man will, doch wir haben uns einen Zweithund aus dem Grund zugelegt, dass der Erste nicht mehr alleine ist. Vor fast 5 Jahren war eine Zeit in unserem Leben, wo es Müsly sehr schwer hatte und nicht gut klarkam. Viele Monate probierten wir vieles aus, das Beste für sie, war für uns leider unmöglich zu bewerkstelligen. Dann kam uns die Idee: Mit einem zweiten Hund im Haus ist es nie wirklich leer und Müsly vielleicht nicht mehr so einsam.

 

Da die kleine Ziege sich zu diesem Zeitpunkt gerade auch erst von ihrer zweiten Bisswunde erholt hatte, war sie ziemlich misstrauisch anderen Hunden gegenüber. Sie hatte sich ein gewisses Beuteschema angeeignet, dass ziemlich gut auf das Profil ihrer Angreifer passte. Jeder Hund, der ihrer Meinung nach in dieses Schema fiel, wurde bitterböse zusammengemotzt und bekam keine Gnade. Wir suchten also einen Hund, der genau das Gegenteil war von allem, was sie zu diesem Zeitpunkt angriff. Es musste ein junger Hund sein – aber bloß kein Welpe – unbedingt ein Rüde, auf keinen Fall dominant, nicht aufdringlich, absolut ruhig und ausgeglichen und am Besten mit einer Aura, die all diese positiven Eigenschaften auf Müsly überträgt.

 

Ziemlich exakt das, haben wir mit Korny bekommen. Er sollte uns zuerst gar nicht vergönnt sein, denn er war bereits vermittelt. Doch durch einen unvorhersehbaren Vorfall kam er in die Vermittlung zurück und somit auch zu uns. Die Tierschutzorganisation, die Korny in Griechenland von der Straße geholt hatte, gab uns die Möglichkeit ihn bei seiner Pflegestellen besuchen zu gehen. Tatsächlich hielt der kleine Streuner, was er auf den ersten Blick zu versprechen schien. Nach und nach half er Müsly ruhiger und gelassener zu werden, ihre Aggressionen auf Hunde ihres Beuteschemas abzulegen und mit ihrer damaligen Lebenssituation besser klarzukommen. Dafür hatten wir einen Zweithund geholt. Dafür ist Korny perfekt, ja geradezu ein Engel. Doch es ist unverkennbar: In unserem Schlitzohr steckt durch und durch nur Jäger. Noch nie zuvor habe ich einen Hund erlebt, der mit einer derartigen Schmerzunempfindlichkeit und Hartnäckigkeit etwas jagt, wenn er die Chance dazu bekommt!

 

Jahrelang haben wir versucht seinen Trieb, diesen uralten Instinkt, in den Griff zu bekommen. Unsere Menschlichkeit hat uns irgendwann haltmachen lassen und dennoch, unsere Fortschritte sind zweifelsfrei überragend. Oft darf er mittlerweile von der Leine, bei vielen Reizen, die sich ihm bieten, lässt er sich – durch positive Verstärkung – abrufen, doch eine Sache bleibt: Der Impuls zu hetzten, wenn sich Wild bewegt. Sehen wir einen Hasen zu spät, sieht er ein Reh vor uns, dann ist er weg.

Noch nie hat er etwas gerissen und wir werden unser Bestes geben ihn mit Vernunft und Menschlichkeit auch weiterhin so zu halten. Auch wenn er auf allen Touren durch den Wald immer an der Leine ist und stets nur kurz & kontrolliert rennen darf, so hat auch Korny eine riesen Freude daran neue Wege zu erkunden, sich auf Lichtungen zu sonnen und permanent an unserer und Müslys Seite zu sein. Sie ist seine große Schwester und wir sind sicher, irgendwann wird er ganz genauso um sie trauern, wie wir es werden. Doch bis dahin wird er sich noch unzählige Nächte heimlich in den Schlafsack schmuggeln, vehement darauf bestehen ein Schoßhund zu sein und sich, wann immer er kann, Streicheleinheiten holen.

 

Über all die Jahre sind wir vier ein eingespieltes Team geworden und absolut unzertrennlich.